Making Jet Engines in World War II - Britain, Germany, and the United States
Unsere Berichte über industrielle Innovationen konzentrieren sich oft auf Einzelinitiativen und bahnbrechende Einzelleistungen. Mit "Making Jet Engines" nutzt Hermione Giffard das Beispiel der Entwicklung von Strahltriebwerken während des Zweiten Weltkriegs, um ein anderes Verständnis von technologischer Innovation zu ermöglichen. Sie zeigt die komplexe Mischung von Faktoren auf, die in jede Entscheidung für eine innovative und damit risikoreiche Technologie einfließen.
Giffard vergleicht die Vorgehensweisen Deutschlands, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten und zeigt, dass jedes Land aufgrund seiner eigenen Kriegsziele und seiner industriellen Expertise unterschiedliche Wege bei der Entwicklung von Strahltriebwerken beschritt.
Deutschland (Junkers, Bramo, BMW, Daimler-Benz), das mehr Strahltriebwerke als die anderen produzierte, tat dies vor allem als Ersatz für teurere Kolbenmotoren.
Großbritannien (Rolls-Royce, De Havilland, Armstrong-Siddeley, Bristol, Napier) produzierte hingegen vergleichsweise wenige Motoren, verlagerte aber den Schwerpunkt von der Produktion hin zur Konstruktion und verfügte am Kriegsende über eine unvergleichliche Bandbreite an Konstruktionen.
Der Schwerpunkt der USA (General Electric) auf Entwicklung schuf derweil eine institutionelle Grundlage für die Nachkriegsproduktion.
Zusammengenommen liefern Giffards Darstellungen ein starkes Argument für ein differenzierteres Verständnis von technologischer Innovation, das den Einfluss der vielen organisatorischen Faktoren berücksichtigt, die auf dem Weg von der Idee zum fertigen Produkt eine Rolle spielen.
Details
| Autor: | Hermione Giffard |
|---|---|
| Ausführung: | 336 Seiten, 23 x 15 cm, gebunden |
| Abbildungen: | 34 s/w-Abbildungen |
| Sprache: | Englisch |
| Verlag: | University of Chicago Press (USA, 2016) |
| ISBN: | 9780226388595 |
Making Jet Engines in World War II - Britain, Germany, and the United States
Sprache: Englisch










